Ein Gespräch mit Pferd "Frida"

Angela* hat mich gebeten, mit Ihrem Pferd Frida in Kontakt zu treten. Was war der Grund?
Angelas Anliegen war, dass es Frida dem Pferd besser geht, dass sie sich nicht so verschließt und gefühlt "sauer" ist.
Was war das Ziel von Angela, worum ging es ihr? Was wollte sie erreichen?
Angelas Ziel war das Verständnis ihres Pferdes für die Situation. Da Frida Magenprobleme und Kotwasser entwickelt hatte, machte sie sich zunehmend große Sorgen um Frida.
A: Hallo liebe Frida!
L: (sie steht Heu fressend in ihrer Box, dreht den Kopf zu mir)
A: Wie geht es dir?
L: Geht schon…., ich fresse! (sie nimmt einen Bissen….)
A: (ich gehe zu ihr und setze mich neben das Heu auf den Boden) Hast Du Zeit für mich?
L: Ja, habe ich. Aber ich fresse weiter…
A: Das kannst du gerne machen, wenn du mir trotzdem deine Aufmerksamkeit schenkst… (sie ignoriert mich….) Hör mal, was ist los?
L: Was soll los sein? (dann dreht sie den Kopf zu mir und schaut mich grantig an) Es ist nichts so, wie ich mir das vorstelle. Wirklich gar nichts…, jetzt bin ich hier und was soll ich hier? Den Mann durch die Gegend tragen? Das ist echt langweilig…. (sie meint Martin)…, die Frauen bespaßen, die nach mir sehen? Das nervt…. Und wir springen auch nicht mehr, dabei ist das genau das, was ich am besten kann.
A: Als du viel gesprungen bist, wolltest du mehr raus gehen…, jetzt gehst du mehr raus, wenn deine Angela da ist. Und der Martin geht auch mit dir raus… Der Winter ist so, dass man da eine Pause mit dem Springen macht. Wenn die Tage wieder länger werden, werdet ihr auch wieder springen. Das dauert noch ein bisschen, aber es kommt sicher wieder.
L: (kaut weiter missmutig auf ihrem Heu, der Schweif geht hin und her…..)
A: Außerdem gehst du nicht mehr gerne auf den Platz, bleibst stehen und weigerst dich weiterzugehen….
L: Ja!
A: Und alle hier im Stall sagen über dich, dass du dir sehr viel Stress machst, obwohl gar nichts da ist, was dich so stressen kann….
L: Ja!
A: Und die Angela macht sich Sorgen um dich….
L: Ja!
A: Sie versteht nicht, was dich so stresst….
L: Ja!
A: (ich muss bald grinsen, so trotzig ist sie…) Sie möchte es gerne verstehen, denn nur dann kann sie etwas für dich ändern…
L: Ja!
A: Erklärst du es mir?
L: Ja!
A: (ich lächle sie an und warte ruhig…..)
L: (sie kaut wütend ihr Heu, versucht es mit dem Kopf durch die Gegend zu schleudern….)
A: (ich warte…..)
L: Ich will es dir doch nicht sagen…..
A: Das ist schade, denn dann ändert sich nichts….
L: Kann sich denn was ändern?
A: Das weiß ich erst, wenn du mir erzählt hast, was mit dir los ist…..
L: (kaut weiter auf ihrem Heu, stampft mit dem Vorderhuf….) Ich rege mich über sehr vieles auf, und manchmal – so ehrlich will ich mit dir sein – weiß ich nicht, warum ich mich aufrege. Dann regt mich alles auf…., was genau, das weiß ich nicht. Es ist mal laut hier, dann wieder ruhig, es ist mal munter hier, dann wieder sind alle müde. Der Mann, den ich nicht mag, der aber auf meinem Rücken sitzt, ist mal ruhig, mal müde, mal so mal so…., immer irgendwie anders. Dann kommen immer wieder Menschen einfach an meine Box und schauen mich an. Was wollen die von mir? Das mag ich nicht, weil ich es nicht verstehe. Dann kommt die Bettina und innerlich ist sie total angespannt. Dann kommt wieder der Mann und ich mache schon wieder eine langweilige Sache mit ihm. Mit dem ist alles langweilig. Und wenn etwas langweilig ist, dann macht mir das Stress. Außerdem ist es dunkel.
A: Darf ich mich mal in dich einfühlen?
L: Ja, das kannst du machen…..
Ich fühle mich ein. Ihre Aura ist löchrig, ich flicke, säubere und stärke sie. Einige Fremdenergien hängen an ihr, wir entfernen sie. Ihre Chakren kann ich gut harmonisieren. Ihre Seele ist nicht im Zentrum, wir zentrieren sie wieder. Dann verwurzele ich sie noch stärker mit der Erde.
A: Frida, was bringt dich so aus der Ruhe?
L: Ich weiß es nicht. (sie seufzt tief….) Das, was ich jetzt hier lebe, erinnert mich…..
A: (ich spreche leise und sanft) An was erinnert es dich?
L: (sie denkt nach, ist jetzt viel ruhiger….., ich warte…) Es ist schon lange her, aber da war es auch mal so…, ich wollte meine Aufgabe leben, aber ich durfte nicht. Ich habe es ein Leben lang versucht, aber es ging nicht. Sie haben mich einfach nicht gelassen. Ich hätte es so gut machen können, aber sie haben mich nicht gelassen. Und jetzt lassen sie mich auch wieder nicht, weil alles andere irgendwie gemacht werden muss und für mich ist kein Raum. (sie schaut mich offen an) Ich bin hierher gekommen, damit ich meiner Angela Leichtigkeit bringe. Damit ich ihr zeigen kann, wie gut sie in dem ist, was sie macht. Und ich kann diese Aufgabe nicht leben, weil sie mich erneut nicht lassen. Ich bin gut in dem was ich mache, aber ich kann es nicht leben. Ich liebe meine Aufgabe, aber ich kann nicht gut darin sein, wenn meine Angela nicht da ist, denn ich kann das nur mit ihr leben.
Ich möchte, dass sie mit mir begreift, wie gut sie sein kann. Mit der anderen war es so schwierig für sie und mit mir ist es leicht für sie, denn ich bin für die Leichtigkeit in ihrem Leben zuständig. Ich bin nicht für andere zuständig und auch nicht für den Trottel, der auf meinem Rücken sitzt. Ja, ich mache es ihm ein wenig schwerer als ich müsste, aber das mache ich, damit er noch mehr begreift, wie gut Angela ist und wie sehr er sie respektieren muss. Ich mache das auch nicht für die anderen Frauen, die sich um mich kümmern, wenn die Angela nicht bei mir sein kann, denn eigentlich interessieren mich all diese Menschen nicht, denn sie haben in meinem Leben und bei meiner Aufgabe keine Bedeutung. Nur Angela hat eine Bedeutung. Eine große Bedeutung. Sie kann mit mir lernen, wozu sie alles fähig ist. Sie will springen, dann springen wir. Wir sollten das jeden Tag machen, denn dann würde sie endlich spüren können, wozu sie fähig ist. Und wenn sie das mit mir gelernt hat, gefühlt hat und endlich glaubt, dann wird sie es auch in ihrem anderen Leben fühlen und glauben können. Die andere war für was anderes zuständig. Ich bin jetzt zuständig. Für meine Angela und nur für meine Angela. Wenn sie nun zu mir kommt, dann ist sie erneut voller Zweifel an sich selbst. Die hat sie schon so lange und ich kann sie wegmachen, denn mit mir kann sie endlich verstehen, dass sie an sich glauben darf und kann. Dass sie erreichen kann, was ihr wichtig ist. Dass sie dafür die richtigen Wesen an ihrer Seite haben muss und dass sie lernen muss, die richtigen Wesen zu erkennen.
Wenn sie mir vertraut und mit mir alles erreicht, was sie erreichen will und noch viel mehr, dann wird sie verstehen, dass sie es in der Hand hat. Ich bin hier und ich kann das. Wenn es sinnvoll ist, dann trage ich auch den Trottel auf meinem Rücken umher, aber er bedeutet nichts. Sie bedeutet alles! Wenn es ihr denn gut gehen würde, wenn sie so wenig bei mir ist, dann wäre es für mich auch in Ordnung. Aber sie ist nicht glücklich, sie hat unendlich Stress bei dem, was sie gerade macht. Ja, ich habe verstanden, dass sie das machen will und dass es nun mal der Weg ist, den sie gehen muss um das später machen zu können, was auch immer das ist. Aber geht es ihr gut? Nein! Kann ich ihr helfen? Nein! Kann ich die Leichtigkeit in ihr Leben bringen? Nein! Kann sie etwas lernen, wenn sie bei mir ist? Nein! Hat sie Stress? Ja! Bringt sie den mit? Ja! Kann sie ihn hier bei mir loswerden? Nein! Kann
ich etwas für sie tun? Nein! Und das ist das Schlimmste für mich! Ich kann nichts für sie tun. Ich kann nicht mit ihr den Weg gehen, den wir gehen sollten. Denn dafür braucht es Zeit. Denn dafür braucht es die Möglichkeit zu spüren, zu fühlen, zu glauben, dass wir es schaffen können immer höher zu springen. Das können wir nur gemeinsam erleben und spüren und fühlen. Aber das geht nicht mehr. Und jetzt sage du mir, wie ich meine Aufgabe so leben soll. Jetzt sage du mir, wie ich meine Angela unterstützen kann. Jetzt sagedu mir, wie ich mit ihr weiterkommen soll, wenn wir kaum zusammen sind. Wie soll das jemals gehen, was ich mit ihr machen und erleben will? Wie soll ich ohne Stress hier herumstehen, wenn ich meine Aufgabe nicht leben kann? Wie soll ich ihr zeigen, dass sie alles erreichen kann, eines nach dem anderen, mit immer weniger Zweifeln und immer mehr Selbstvertrauen? Wie soll ich weitergeben, was ich weitergeben will, soll und muss
A: (ich schaue sie schweigend und sprachlos an…..)
L: (sie spricht weiter) Meine Aufgabe war von Anfang an klar: Leichtigkeit in Angelas Leben zu bringen. Das ist die schönste Aufgabe, die ich haben kann. Ich bin so stolz darauf. Ich bin so glücklich damit, wenn ich es leben kann. Weil ich es auch wirklich kann. Und sie kann es auch. Ich weiß es, sie weiß es noch nicht wirklich. Sie könnte es langsam spüren, wenn sie es zulassen würde. Das kann sie aber nicht, weil sie keine Zeit dafür hat. Denn dafür braucht man Zeit. Das was sie gerade macht, ist vielleicht wichtig für sie, das kann schon sein, aber es ist nichts, was ihr guttut. Es ist nichts, was sie glücklich macht. Alles und alle zerren an ihr, ich auch, das weiß ich. Aber das ist nicht richtig und es ärgert mich. Und das macht mir Stress, weil ich nicht verstehe, wie lange es so gehen soll. Ich weiß nicht, ob ich meine Aufgabe bei ihr jemals wieder werde leben können. Wie lange trage ich den Trottel noch im Kreis? Welchen Sinn hat das? Wann geht es mit Angela und mit mir weiter? Wird es überhaupt weitergehen mit uns? Was mache ich bis dahin? Welchen Sinn hat mein Leben hier? Ich möchte es verstehen!!!
Sag du mir, wie es weiter geht? Weißt du es? Sag du mir, was meine Angela erreichen will. Wie will sie es erreichen? Wie will sie endlich genug Selbstvertrauen bekommen, ohne dauernd an sich selbst zweifeln zu müssen? Wie will sie stark genug werden, um sich nicht mehr zwischen allen Fronten aufzureiben? All das könnten wir gemeinsam lernen und erreichen, aber dafür brauche ich Zeit mit ihr. Und die habe ich gerade nicht. Und ich weiß nicht, ob ich sie wieder mit ihr haben werde. Ist es das Richtige für sie, was sie gerade macht? Wenn ja, wann wird sie es fühlen? Wann wird sie ohne Zweifel leben können? Wann wird die Leichtigkeit den großen Anteil in ihrem Leben bekommen, den sie verdient? Das alles möchte ich verstehen und wissen, dann habe ich keinen Stress mehr. Dann kann ich den Trottel auf meinem Rücken tragen ohne mich zu stressen. Er hat keine Leichtigkeit, er hatte sie noch nie. Sie ist kein Teil seines Lebens, aber sie ist Teil von Angelas Leben, der endlich gelebt werden will. (sie holt Luft, schnauft tief ein und wieder aus, dann schaut sie mich liebevoll an) Jetzt weißt du es. Mach was daraus! Das ist jetzt deine Aufgabe!
A: Frida…., ich bin sprachlos….
L: Ja, das darfst du jetzt sein. Ich fühle mich besser, danke, dass ich mich ausdrücken darf. Es ist ja nicht so, dass ich auf meine Angela wütend bin. Nein, das bin ich nicht. Ich bin eher verrückt, weil ich meine Aufgabe so gerne mit ihr leben möchte. Ich möchte auch bei keinem anderen Menschen sein, das hier ist mein Platz! Und er ist richtig für mich! Aber ich möchte auch richtig für meine Angela sein. Und ich weiß einfach nicht, wie ich es machen kann. Bitte sprich mit ihr, damit sie mich versteht.
A: Natürlich werde ich mit ihr sprechen. Es ist wichtig, dass sie deine Gedanken kennt. Wir werden eine Antwort für dich finden, aber die habe ich nicht jetzt. Denn die wird dir Angela geben. Es kann sein, dass du Geduld haben musst. Es kann sein, dass sie erst das andere fertig machen wird, bevor sie wieder viel Zeit für dich hat.
L: Ja, das ist in Ordnung, wenn ich das weiß. Zeit ist für uns Tiere ein anderer Faktor als für euch. Aber ich möchte mich gerne auskennen und verstehen. Dann habe ich weniger Stress. Denn ich möchte keinen Stress haben. Ich möchte ein sinnvolles Leben leben.
A: Ja, da hast du völlig Recht. Ich werde mit Angela sprechen. Es kann ein paar Tage dauern, aber dann werde ich mit Antworten zu dir kommen. Antworten von Angela.
L: Das ist wunderbar.
A: Ich danke dir sehr für deine Offenheit, liebe Frida. Du bist ein wunderbares und sehr kluges Pferd.
Diese Mitschrift gab ich an Angela, die daraufhin einen Brief schrieb:
"Liebe Frida,
vielleicht kann ich dir das schriftlich ein bisschen besser erklären. Als mein erstes Pferd in Rente ging und meine Bewerbung bei der Polizei schon über 2 Jahre lief und es eigentlich hieß, dass sie mich wegen meines Knies nicht nehmen, entschied ich mich ein junges Pferd zu kaufen. Das war die Stute vor dir, von der du weißt. Der Beruf bei der Polizei war schon immer mein Traum. Kurz nachdem ich die Stute gekauft hatte, bekam ich von der Polizei die Nachricht, dass sie mich doch nehmen würden. Ich wollte deshalb mein Pferd aber nicht mehr hergeben, weil ihr Pferde ja nichts dafürkönnt, dass sich meine Berufspläne geändert hatten. Als die junge Stute dann krank wurde, kamst du zu mir. Ich wollte die Ausbildung trotzdem machen und dachte mir, dass ich das mit Martins Unterstützung alles hinbekomme, auch wenn du ihn nicht besonders magst. Letztendlich, liebe Frida, habe ich dieselben Träume wie du, nur eben zusätzlich noch den, dass ich die Ausbildung gerne schaffen würde. Das, was ich dort mache, ist sehr anspruchsvoll, aber irgendwas sagt mir, dass ich das durchziehen muss und will. Du fehlst mir sehr, wenn wir uns nicht so oft sehen. Und ich würde die Zeit mit dir gerne mehr genießen, als ich es gerade tun kann. Es ist faszinierend, wie sehr du das wahrnimmst und ich bin sehr begeistert von deiner Art, deinem zauberhaften Wesen und allem, was du mitbringst. Es ist gerade wirklich eine harte Zeit, wie du es eh bemerkst, alle zerren an mir. Die Situation ist für all sehr neu und belastend. Und trotzdem bin ich mir sicher, dass wir das irgendwie hinbekommen werden. Du musst dich in deinem Lehren auf mich bezogen auf die 2-3 Tage pro Woche beschränken, in denen wir uns haben. Und dann können wir zumindest diese Zeit nutzen um Leichtigkeit zu üben, verstehst du, wie ich das meine? Es tut mir wahnsinnig gut, wenn ich bei dir sein kann. Wenn wir ausreiten können und wenn wir hüpfen. Und ich genieße es genauso sehr, wenn wir einfach nur in der Box stehen und gemeinsam atmen und kuscheln. Vielleicht hast du noch eine weitere Idee oder wir finden eine Möglichkeit, mit der es uns beiden gut gehen kann. Mir macht es nämlich sehr große Sorgen, wenn du so Bauchweh hast und niemanden an dich ranlässt."
Daraufhin habe ich erneut mit Frida gesprochen.
A: Hallo liebe Frida
L: (sie schaut zu mir, sieht fröhlicher aus) Hallo, ich habe viel über alles nachgedacht. Es war gut dir alles zu erzählen. Ich fühle mich glücklicher.
A: Das freut mich! Was daran macht dich glücklich?
L: (sie denkt nach….) Ich finde es wichtig, dass Angela das weiß. Das verstehe ich seitdem ich es dir gesagt habe. Sie kann mich sonst nicht verstehen, ich verstehe ja selbst nicht alles. Aber so fühlt sich das besser an. (sie wendet ihren Blick zu mir) Hast du ihr alles ausgerichtet? Weiß sie es jetzt?
A: Ja, sie weiß es. Und sie hat eine Antwort für dich.
L: Das ist schön. Das interessiert mich sehr! Sagst du mir die Antwort?
A: Frida, ich lese sie dir vor. Sie hat an dich geschrieben.
Ich lese ihr den Brief vor.
Sie hört regungslos zu, hat einen ganz weichen Gesichtsausdruck. Als ich fertig bin, schnauft sie einmal ganz tief durch…., ich warte ganz ruhig neben ihr stehend. Dann kommt sie einen Schritt auf mich zu und ich lege eine Hand an ihren Hals, sie atmet ganz ruhig….
A: (leise) Wie geht es dir damit? (mir kommen auf einmal die Tränen, ich schaue sie an)
L: Ich glaube, ich verstehe das alles. Sie möchte gerne von mir lernen, also ich darf meine Aufgabe leben, ich darf bei ihr bleiben und sie ist auch traurig, dass wir nicht öfters zusammen sein können….
A: Ja….
L: Sie will lernen, dass wir mit Leichtigkeit vieles erreichen können…
A: Ja…
L: Sie mag den Trottel, weil er sie unterstützt.. (sie grinst)
A: (ich lache leise) Ja…
L: Ich bin wichtig für sie, denn sonst hätte sie mich nicht behalten oder gar nicht zu sich geholt…
A: Du bist sehr wichtig für sie, ja….
L: Es geht jetzt nicht anders, weil das andere für sie auch wichtig ist…., was ist das eigentlich? (sie sieht mich fragend an)
A: Das ist eine Arbeit, man nennt es die Polizei, bei der diese Menschen, die dort arbeiten, alle anderen Menschen beschützen und auf sie aufpassen. Es sind die Menschen, sie heißen Polizisten, die dafür sorgen, dass alle brav und richtig miteinander umgehen. Ihr habt solche Pferde auch in den großen Herden. Es sind die Wächter zum Beispiel. Verstehst du das?
L: (sie schaut mich mit großen Augen an) Hui!!! Und das macht meine Angela? Das ist ja sehr wichtig! Das sind mutige Menschen! Meine Angela macht das?
A: Ja, Deine Angela lernt das gerade! Dafür muss sie viel üben, viel mehr als für das Hüpfen, weil sie noch ganz am Anfang steht.
L: (sie hebt den Kopf) Da bin ich ja stolz auf sie! Ja, das ist sehr wichtig! Meine Angela….., dann sind wir nicht nur als Team was Besonderes, sondern sie ganz alleine ist auch sehr besonders…, das ist wunderbar!
A: (ich lächle sie an) Ja, das ist es wirklich. Es sind ganz besondere Menschen, die das machen möchten und sie gehört dazu. Es ist schon ganz lange ihr Wunsch und nun muss sie sehr viel dafür tun, dass sie es gut machen wird. Sie muss sehr viel üben um viel zu lernen. Verstehst du das?
L: Ja, das verstehe ich. Klar verstehe ich das!
A: Das einzig Blöde an der ganzen Sache ist, dass sie das nicht von zu Hause, also von hier aus machen kann. Daher kann sie nicht mehr als 2-3 in der Woche zu dir kommen. Es ist zu weit weg. Aber sie muss das für zwei Jahre so machen, also für weitere zwei Sommer, wenn es warm ist. Danach wird es wahrscheinlich wieder einfacher öfters zu dir zu kommen.
L: Ja, das hast du schon mal zu mir gesagt…. (sie denkt nach….) Wie kann ich das machen, dass es mich nicht so stresst, wenn sie nicht da ist? Wie kann ich das machen, dass ich ihr die Leichtigkeit gebe, wenn sie da ist? (sie überlegt….., grübelt…., ich warte ruhig, lasse sie erst mal denken…., es ist gut, wenn sie selber auf eine Lösung kommt….)
A: Ja, wie kannst du das machen?
L: Weißt du es?
A: Nein…., (ich kraule sanft ihren Hals….)
L: Ich muss darüber nachdenken, kannst du später nochmal wiederkommen?
A: Ob ich später nochmal wiederkommen kann, weiss ich nicht, aber sicher morgen, passt das?
L: Ja, das ist gut. Wenn ich ungeduldig werde, kann ich dich rufen?
A: Ja, das kannst du jederzeit.
L: Kannst du mir das nochmal vorlesen? Jetzt?
A: Gerne.
Ich lese ihr den Brief nochmal vor. Sie hört ganz aufmerksam zu.
L: Ja, das möchte ich noch öfters hören, das ist wunderschön! Ich werde mir echt ganz viel Mühe geben, damit besser klar zu kommen. Ich kann es jetzt viel besser verstehen. Aber ich muss auch noch nachdenken, denn sie hat mir eine Aufgabe gestellt: Ich soll ihr sagen, wie wir die Zeit noch besser machen können. Das ist eine schöne Aufgabe und ich werde darüber nachdenken. Und das werde ich jetzt machen! Danke dir, ich bin jetzt beschäftigt….
A: (ich lache) Sehr gut! Dann bis morgen, liebe Frida!
Erste Rückmeldung von Angela:
Am Sonntag schrieb mir Angela dann folgendes: Wir waren heute schneller als der Wind! Sie zeigte mir ein fröhliches Verhalten, total motiviert, das war, was zwischen: Ich bin soooo mutig - mich kann nichts umhauen und ich bin so gut drauf, dass ich einfach galoppieren möchte und ich bin saufrech und bocke übermütig los 😊. Am Schluss wollte sie nur noch galoppieren und ist immer schneller geworden. Es ist echt spannend, wie sie das dann durchzieht.
* Die Namen wurde für diesen Beitrag von der Redaktion geändert.
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- 20 - 30 Minuten,
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